Azubi@work: Junge Kollegen zeigen Essener Flüchtlingen ihre Stadt

Bei ‘Azubi@work‘ tauschen sich Azubis zu ihren Ausbildungsberufen aus und erhalten eine Kompetenzvermittlung in den Bereichen Kommunikation, Präsentation und Projektmanagement. Eine erste Anwendung des Erlernten erfolgt anschließend durch die Planung und Durchführung eines eigenen sozialen Projektes. 10 junge Azubis haben sich dafür entschieden  einer Gruppe von 25 jungen Flüchtlingen die Stadt Essen zu zeigen. Finanziell wurden sie dabei auch durch die GuA-App, über die wir hier bereits berichteten, unterstützt.

In einem offenen Bus fuhr die Gruppe gemeinsam zu einigen der kulturell interessanten Orte Essens. Von der Villa Hügel und dem Baldeneysee, bis hin zur Zeche Zollverein und dem Volkswang Museum – die Azubis hatten sich für ihre 2 stündige Rundfahrt einiges an Programm vorgenommen.

 

Im Anschluss besuchte die Gruppe den Gruga Park, in dem sie sich bei einem gemeinsamen Grillen, welches die Azubis selber organisiert hatten, noch besser austauschen und kennenlernen konnten. Bemerkenswert fanden die Kollegen vor allem die Offenheit der Flüchtlinge: „Wir haben uns so gut verstanden, dass wir sogar zu einem Kochabend unabhängig des Projektes eingeladen worden sind.“ Durch das Kennenlernen der neuen Heimatstadt, den regen Austausch und das Knüpfen neuer Kontakte, leben die Auszubildenden den Integrationsgedanken des Patenschaftsversprechens „Wir zusammen“.

 

Azubi-Projekt für und mit Flüchtlingen

Gemeinsam etwas unternehmen und voneinander lernen: Rund 30 Azubis planten und organisierten eine Freizeitaktion für und mit Jugendlichen aus vier Flüchtlingsunterkünften in Essen. Bei Besuchen im Vorfeld der Veranstaltung lernten sich alle Beteiligten kennen. Der interkulturelle Austausch hat bei unseren Azubis Eindruck hinterlassen.

 

An zwei Nachmittagen besuchten die Azubis Bewohner aus vier Essener Flüchtlingsheimen. Bei den Treffen lernten sich alle Beteiligten schnell näher kennen. Unterhalten wurde sich auf Englisch, dort wo es nicht ging, wurde die Sprachbarriere mit Französischkenntnissen aus der Schule oder mit „Hand und Fuß“ umgangen. Zur Unterstützung waren auch Dolmetscher vor Ort. „Die Bewohner haben uns sehr herzlich aufgenommen. Bereits am zweiten Tag, fühlte es sich an, als ob wir Freunde besuchen“, resümiert Mara Scheitz, Auszubildende der GBS GmbH. Nach den Besuchen reifte schnell der Plan, einen gemeinsamen Sporttag zu organisieren, mit einem Fußballturnier als Höhepunkt. Die Ausrüstung wurde im Anschluss den Bewohnern der Unterkünfte gespendet.

Für die Flüchtlinge war die gemeinsame Zeit eine willkommene Abwechslung vom Alltag. Es wurden neue Bekanntschaften zu den Auszubildenden und anderen Flüchtlingen geschlossen. Erfahrungen wurden ausgetauscht und alles Neue aufmerksam aufgenommen. „Es hat mich beeindruckt, dass die jungen Menschen alle möglichst schnell Deutsch lernen wollen und jede Gelegenheit dazu nutzen“, so Mara Scheitz. Die Azubis erhielten einen tiefen Einblick in die Lebenssituation der Flüchtlinge und erlernten nebenbei wichtige Kompetenzen für ihr Berufsleben wie Projektmanagement.

Bildergalerie

 

Details zu den Projekten finden Sie hier: