„Strom für Bildung“ – Einsatz für Armenviertel

Ein Leuchtturmprojekt

Ehrenamtlich, zukunftsweisend, faszinierend: In einem einzigartigen Konzeptprojekt widmete sich ein konzernweites Volunteer-Team von Oktober 2012 bis Juli 2013 dem Thema „Strom für Bildung“ im afrikanischen Elendsviertel Kibera. Dabei kooperierte Companius mit „Don Bosco Mondo“, einem Verein für benachteiligte Kinder und Jugendliche in Entwicklungsländern. In rund 650 Projektstunden wurde die Bedeutung von Strom für die (Aus-)Bildung von Jugendlichen in städtischen Armensiedlungen analysiert, wurden konkrete Modelle zur Stromversorgung in Slums entwickelt. Das Vorzeigeprojekt für eine enge Verzahnung von Personalentwicklung und ehrenamtlichen Engagement stand unter der Schirmherrschaft von Georg Petrich (Geschäftsführer der RWE Service GmbH) und Joachim Löchte (Leiter RWE Corporate Responsibility und Umweltschutz der RWE AG).

Für die „Energie-Entwicklungshilfe“ in Kibera, Kenia, engagierten sich sechs Teilnehmer: Magdalena Rutz (RWE AG), Svenja Kleinert (RWE Service GmbH), Ricarda Lindemeier (RWE Supply & Trading GmbH), Sebastian Wagner (RWE GenCo), Miriam Vogt und Lisa Willnauer (beide RWE Innogy GmbH).

Ermutigende Ergebnisse

Langfristig für mehr Bildung und dadurch für bessere Lebensbedingungen zu sorgen – diese Aufgabe hatte die wegweisende Kooperation mit Don Bosco Mondo. Bei der Abschlussveranstaltung am 26. Juli zogen alle Beteiligten ein positives Fazit des TeamAktiv Plus Projekts.

Peter Hoscheidt, Stab des Personalvorstands Uwe Tigges, überbrachte dessen herzliche Grußworte. Er hob die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements hervor und würdigte den Einsatz jedes einzelnen Teammitglieds. Besonders wichtig sei gerade bei langfristigen Projekten, dass die Vorgesetzten die Aktivitäten ihrer Mitarbeiter unterstützten. Auch Georg Petrich bedankte sich als Schirmherr des Projekts bei den Volunteers und stellte den gesellschaftlichen Nutzen ehrenamtlicher Einsätze heraus. Stellvertretend für den zweiten Schirmherrn Joachim Löchte bestellte Dr. Matthias Kussin ein Dankeschön und großes Lob an die Projektteilnehmer. Er betonte, dass gerade die im Projekt behandelten Themen einen hohen Stellenwert für die Corporate Responsibility haben.

Anschließend stand die Präsentation der Resultate auf der Agenda. Projektleiterin Magdalena Rutz zog schon bei der Schilderung der Anfänge die Zuhörer in ihren Bann. Denn um die Ausgangslage in Kibera gründlich zu analysieren, hatte sie mit ihrem Team eine Umfrage bei den Jugendlichen des Orts gestartet. Ein voller Erfolg: Überraschend viele junge Menschen nahmen teil, um das Thema „Strom für Bildung“ publik zu machen. Anhand der ausgefüllten Fragebögen konnte das Team wertvolle Erkenntnisse aus erster Hand gewinnen. Als Dankeschön an die Helfer vor Ort planen die Volunteers mit der Companius Förderung (2.000 Euro) Gerätschaften für Kibera anzuschaffen.
Die weiteren Schritte erläuterte Hans-Jürgen Dörrich, Leiter Unternehmenskooperation bei Don Bosco Mondo. Das wissenschaftliche Konzept soll mit Praktikern, Firmen und geeigneten Vereinen zur konkreten Entwicklungszusammenarbeit führen.
Mit der Verleihung der Teilnahmebescheinigungen wurde der ehrenamtliche Einsatz aller Teammitglieder noch einmal geehrt – abschließendes Highlight einer spannenden Veranstaltung.

Für Companius und den ganzen Konzern hat „Strom für Bildung“ weitreichende Bedeutung. Als TeamAktiv Plus Projekt profitierten die Teilnehmer von der engen Verzahnung zwischen Ehrenamtseinsatz und Personalentwicklung. Ein Trainer des RWE Development Centers begleitete das Projekt von Anfang bis Ende. Auch die Herausforderung der räumlichen Distanz (fünf Standorte) wurde elegant gemeistert. Passend zum gewählten Schwerpunkt „Projektmanagement“ erhielten die Volunteers in einer Kick-Off-Veranstaltung spezifische Kenntnisse zu Planung, Analyse und Strukturierung ihres Projekts. Das Projektteam zog ein überaus positives Fazit. „Unsere Erfahrungen im Rahmen des Projekts tragen nachhaltig zum Verständnis, zur Lösungsfindung und zum Erfolg von zukünftigen Projekten bei“, waren sich alle einig. Projektleiterin Magdalena Rutz über das Format: „Wirklich gelungen und gewinnbringend. Bei dieser Durchmischung aus Theorie und direktem Einsatz in der Praxis bleibt direkt mehr hängen!“

Parallel zu den wegweisenden Impulsen für Afrika zieht das Projekt auch in der Mitarbeiterwelt des RWE Konzerns weitere Kreise. Nach dem Einsatz von Companius wird nun das Lumiland aktiv. Die betriebliche Kindertagesstätte von RWE übernimmt eine Patenschaft für eine Schule in Kibera. Im Fokus liegt dabei vor allem der langfristige interkulturelle Austausch. Dies ist eines der zahlreichen Beispiele für eine gelungene Kooperation zwischen RWE Beruf&Familie und Companius. Beide Bereiche sind Teil der Mitarbeiterwelt des RWE Konzerns, die alle Unternehmensleistungen für eine Work-Life-Balance der Beschäftigten bündelt.

Mehr Eindrücke hier in unserer Bildergalerie.

Weitere Informationen über das Leuchtturmprojekt finden Sie in der Projektpräsentation (PDF | 1.3 MB) und dem Abschlussbericht. (PDF | 0.6 MB)