Kopfverleih Valuation Day:
Erfolgreiche Ideenspende in neuem Rahmen

Ein beliebtes Format in neuer Aufmachung: Am 29. April fand das schnellste Ehrenamt der Welt in Duisburg statt; sowohl Rahmen als auch Umfang unterschieden sich deutlich von den bisherigen Veranstaltungen. Der Kopfverleih wurde in Abstimmung mit RWE Companius erstmals auf eigene Initiative eines Fachbereichs veranstaltet. Somit war er einer der Bestandteile einer konzernweiten Netzwerk-Veranstaltung für Mitarbeiter, deren Aufgaben Bewertungsthemen umfassen. Dieser „Valuation Day“ diente den Kolleginnen und Kollegen aus In- und Ausland also nicht nur zum Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer. Im Rahmen des Brainstormings wurde Gutes tun und Kennenlernen zusätzlich ganz einfach. Zahl und Internationalität der Kopfverleih-Teilnehmer waren ein weiteres Highlight: Vier gemeinnützige Institutionen erhielten konkrete Ideen von den Kolleginnen und Kollegen, die sich aus den rund
75 Beteiligten aus 15 internationalen RWE Gesellschaften des „Valuation Day“ zusammensetzten.

Feedback

Die Rückmeldungen aus insgesamt 26 Fragebögen waren überwiegend positiv; rund 90 Prozent bewerteten die Veranstaltung mit „sehr gut“ bis „gut“; ca. 85 Prozent empfehlen sie weiter. Beispielsweise Ann-Kathrin Sladek, eine der Workshop-Teilnehmerinnen: „Zunächst war ich skeptisch. Im Nachhinein fand ich das richtig klasse. Meines Erachtens ist der Kopfverleih durchaus geeignet für interne Workshops.“

Weitere detaillierte Antworten:

Wie passt aus Ihrer Sicht die Einbindung des Kopfverleihs in einen
internen Workshop?

Sehr gut, man gewinnt neue Denkweisen bzw. Blickwinkel
Sehr schöne Idee, gerne wieder
Verbindung hat sehr gut harmoniert: Auflockerung und Kennenlernen
Es bleibt weniger Zeit für fachliche Themen, was aber durch entsprechende Planung aufgefangen werden kann
Ich war erst skeptisch, weil ich den Zeitraum für zu knapp gehalten habe, aber es hat wunderbar funktioniert

Weitere Stimmen beurteilten die Veranstaltung u. a. so:

  • „Ich habe Ideen für ein mögliches Ehrenamt bekommen und erste Erfahrungen gesammelt.“
  • „Das zeigt, dass RWE in diesem Bereich sehr engagiert ist,
    ein Alleinstellungsmerkmal.“
  • „Die Anregungen wurden von den Organisationen dankbar angenommen.“
  • „Ich hatte Spaß am kreativen Mitdenken außerhalb der üblichen Fachthemen.“
  • „Eine sehr gute Auswahl der Themen, inkl. ,thinking out of the box’.”
  • „Ein abwechslungsreiches Format, um einen wertvollen Beitrag zu leisten.“
  • „Es war sehr interessant, die Organisationen kennenzulernen und zu sehen, was man ohne Vorkenntnisse an Ideen einbringen kann. Ein gutes Gefühl!“

Das lebhafte Brainstorming, welches u. a. durch Michael Nautsch und Kai Breickmann (beide von der RWE GBS GmbH, Personalbereich) mit ihren Kompetenzen als Moderatoren ehrenamtlich unterstützt wurde, brachte den Organisationen zahlreiche Tipps. Wir sind gespannt, welche davon zuerst umgesetzt werden. Ab Herbst werden wir an dieser Stelle darüber berichten.

Auch die „team:“ berichtete über den „Valuation Day“ (für die englische Version hier klicken). Schauen Sie mal rein!

Gut vernetzt

Außerdem neu: Dieser RWE Companius Kopfverleih war eng mit der RWE Companius Kompetenzbörse verknüpft. Dieses zielgerichtete Format bringt gemeinnützige Organisationen mit Ehrenamtlichen zusammen, die noch auf der Suche sind nach einem passenden Engagement, bei dem sie ihre Fähigkeiten einsetzen können. Stefan Ebner, der über die Kompetenzbörse für das „Freiwilligenzentrum Düren e. V.“ (FWZ) tätig ist, unterstützte die Teilnahme der Organisation am Kopfverleih. Der Mitarbeiter der RWE GBS GmbH hilft dem Zentrum mit seinen Kompetenzen und Erfahrungen im Bereich Controlling und Öffentlichkeitsarbeit. „Durch solche Angebote gewinnen alle: die Gesellschaft, die Mitarbeiter und der Konzern“, so Ebner. Denn die engagierten Helfer seien nicht nur sympathische Botschafter für RWE, ihr Blick über den Tellerrand verschaffe ihnen auch neue berufliche und persönliche Fähigkeiten. Am 29. April sammelte er als Repräsentant des FWZ gemeinsam mit seinen RWE Kollegen Ideen. Ein Vorteil der Verzahnung: Zusammen mit Ingrid Lensing vom Freiwilligenzentrum kann der Volunteer auch direkt für die Umsetzung der Vorschläge sorgen.

Diese Einrichtungen waren mit ihren Fragen vor Ort:

Caritas-Sozialdienste e. V. Mülheim an der Ruhr

Hilfe zur Selbsthilfe in der Familie, in der Schule, im Beruf, im sozialen Umfeld oder im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen und Religionen – dieses Ziel verfolgt die Caritas Mülheim an der Ruhr. Der etablierte Träger, vertreten durch Anne Genau und Rainer Nebelsiek, suchte Unterstützung bei der Akquise und Organisation von ehrenamtlichen Helfern. Die Kopfverleih-Teilnehmer machten zahlreiche Vorschläge, wie das Potenzial der Freiwilligen noch besser genutzt werden kann. Beispielsweise könnten bereits aktive Ehrenamtler mit ihren eigenen Erfahrungen unmittelbar und authentisch für mehr Engagement werben.

Freiwilligenzentrum Düren e. V.

Seit dem Jahr 2000 vermittelt das Freiwilligenzentrum Düren Menschen, die ehrenamtlich tätig werden wollen und berät Organisationen, die Volunteers suchen. „Dürener Ranzen“, „PatEnt“ und viele weitere Projekte brachte der Verein schon erfolgreich auf den Weg. Beim Brainstorming wünschten sich Ingrid Lensing und Stephan Ebner Anregungen zur Formulierung von Alleinstellungsmerkmalen zur nachhaltigen und gezielten Öffentlichkeitsarbeit. Auch wurde über die Gewinnung von regionalen Partnern diskutiert. Durch Kooperation mit Kirchen, Verbänden etc. lassen sich auch kurzfristige und flexible Engagements von kompetenten Freiwilligen realisieren, merkten die Teilnehmer des Kopfverleihs an. Besonders der Vorschlag, konkrete Angebote für mögliche Partner vorzubereiten und damit auf diese zuzugehen, fand breite Zustimmung.

IFAK e. V.

Der Bochumer Verein für multikulturelle Kinder- und Jugendhilfe und Migrationssozialarbeit ist eine Selbstorganisation von Zuwanderern und Einheimischen auf kommunaler Ebene. Als Träger mehrerer Einrichtungen verwirklicht der Verein interkulturelle Projekte und Maßnahmen in verschiedenen Bochumer Stadtteilen. „Was macht uns besonders für große Unternehmen als Kooperationspartner attraktiv und wie kann eine nachhaltige Kontaktpflege aussehen“, wollten Friederike Müller und Roman Gerhold von den Teilnehmern des Kopfverleihs wissen. Der Rat der Volunteers? Der Verein solle seine regionale Verbundenheit deutlicher betonen und damit auch Medienpartner aus der Gegend aktiv ins Boot holen. Zusätzlich könnte der Kontakt zu den Ausbildungsabteilungen von Unternehmen zielführend sein.

Stadtsportbund Duisburg e. V.

Der Stadtsportbund Duisburg ist die Dachorganisation der Duisburger Sportvereine und als Mitglied des Landessportbunds NRW ein wichtiges Instrument der Sportselbstverwaltung. Rund 500 Vereine mit insgesamt 100.000 Mitgliedern sind hier organisiert, dies macht ihn zu einem wichtigen Bindeglied zwischen den Vereinen, der Politik und der Verwaltung. Für die sinnvolle und kostendeckende Nutzung eines neu erhaltenen Vereinsgeländes erhielten Saskia Schiefer, Uwe Busch und Christoph Gehrt-Butry zahlreiche Tipps. Das Geschenk, welches Seminarräume, einen Außenpool, eine große Küche und vieles mehr, umfasst, könnte Eventagenturen für Hochzeiten oder Sportveranstaltungen angepriesen werden, so die Idee der Kopfverleih-Teilnehmer. Zusätzlich zu Kooperationen mit Schulen, Kitas, etc. sollte so eine größere Auslastung erreicht werden.

Ab jetzt gehen die Organisationen die Umsetzung der vielen Vorschläge an; ab Herbst werden wir hier über die Ergebnisse berichten.